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Gemeinsame Pressemitteilung des Kirchenvorstands der katholischen Kirchengemeinde St. Kunibert Heimerzheim und des Pfarrgemeinderats im Seelsorgebereich Swisttal

Klare Perspektive für das Pfarrzentrum St. Kunibert
Datum:
24. März 2026
Von:
Kirchenvorstand St. Kunibert Heimerzheim und Pfarrgemeinderat Swisttal

Das Pfarrzentrum der katholischen Kirchengemeinde St. Kunibert in Heimerzheim wurde bei der Flut im Juli 2021 so stark beschädigt, dass es seither nicht mehr genutzt werden kann. Seitdem befassen sich Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Pastoralteam intensiv mit der Frage, wo die pfarrliche Arbeit dauerhaft und zukunftssicher fortgeführt werden kann.

Auf Grundlage eines Schadengutachtens vom 12.05.2023 und in Abstimmung mit dem Erzbistum wurde deutlich, dass eine Sanierung des bestehenden Pfarrheims nur dann in Betracht kommt, wenn ein verlässlicher Schutz vor zukünftigen Hochwasserereignissen möglich ist. Deshalb wurden sowohl Hochwasserschutzmaßnahmen als auch die Bodenbeschaffenheit des Gebäudes fachlich untersucht. Die hierzu vorliegenden Gutachten zeigen, dass Schutzmaßnahmen grundsätzlich möglich sind, jedoch erhebliche statische Anforderungen berücksichtigen müssen.

Parallel dazu ließ der Kirchenvorstand prüfen, ob die sogenannte „Alte Villa“ als alternatives Pfarrzentrum genutzt werden könnte. Hierzu wurden Sanierungskonzepte erarbeitet und mit dem Pfarrgemeinderat sowie dem Pastoralteam erörtert.
Beide Optionen – Sanierung des bestehenden Pfarrzentrums und Umbau der Alten Villa – wurden umfassend geprüft, fachlich bewertet und durch Architekten mit belastbaren Kostenschätzungen versehen.

Nach Abwägung aller vorliegenden Unterlagen hat der Kirchenvorstand entschieden, die Vollplanung für den Wiederaufbau des bestehenden Pfarrzentrums zu beantragen. Dieser Beschluss wurde am 03.12.2025 gefasst und dem Erzbistum Köln zur Entscheidung vorgelegt.

Auch seelsorgerisch besteht Einigkeit: Bereits seit Juni 2023 verfolgt der Pfarrgemeinderat im Seelsorgebereich Swisttal das Konzept „Alles unter einem Dach“, das den bisherigen Standort des Pfarrzentrums als zentralen Ort des Gemeindelebens vorsieht.
Dieses Konzept wird vom Pastoralteam ausdrücklich mitgetragen.

Die Entscheidungsfindung erfolgte durch intensive Sacharbeit der Ehrenamtlichen, verbunden mit hohem persönlichem Einsatz, um eine tragfähige und verantwortungsvolle Lösung für die Zukunft der Gemeinde zu finden.
Maßgeblich waren dabei ausschließlich kirchliche Interessen, der verantwortungsvolle Umgang mit Kirchenvermögen sowie die seelsorgerischen Bedürfnisse der Gemeinde.

Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat betonen, dass komplexe Entscheidungen dieser Tragweite eine gründliche und sachliche Prüfung erfordern. Dieser Prozess wurde offen, verantwortungsvoll und ohne Vorfestlegungen geführt.

Nun liegt die weitere Entscheidung über den Wiederaufbau beim Erzbistum Köln. Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Pastoralteam hoffen auf eine zeitnahe Klärung, damit das Gemeindeleben in Heimerzheim sowie die fusionierte Pfarrei Sankt Elisabeth eine verlässliche räumliche Mitte erhalten.

Wie es mit dem Gebäude "Alte Villa" weitergehen wird, sollte das Erzbistum Köln den Wiederaufbau des Pfarrzentrums genehmigen, wird im Anschluss zu diskutieren sein.

Nachdem der Kindergarten in einen Neubau gezogen ist, gilt es, auch für dieses Gebäude eine tragfähige und zukunftsorientierte Nutzung zu finden.

Zum 01.01.2027 fusionieren die acht Swisttaler Kirchengemeinden zur neuen Pfarrei Sankt Elisabeth. Spätestens im März 2027 wird es eine Wahl zum neuen Gesamt-Kirchenvorstand geben.

Jedes Mitglied der katholischen Kirchengemeinden, welches die Zukunft mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen sich zur Wahl zum Kirchenvorstand aufstellen zu lassen.